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LATAM NEWS

DREAMLINER TRIEBWERKSPROBLEME FORDERN WEITERES OPFER – LATAM

Bereits im April gab Rolls-Royce bekannt, wie groß die eigentlichen Probleme mit deren Triebwerk vom Typ Trent 1000 sind – denn sie sind größer als gedacht. Laut Informationen von Aerotelegraph sind bei 380 Motoren der C-Reihe des Typs zusätzliche Inspektionen nötig. Dies teilt der Hersteller mit. Neue Erkenntnisse über die Haltbarkeit des Verdichters machen diese zusätzlichen Inspektionen nötig.

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Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerk – Zum Test montiert and einer Boeing 747-200 – Foto: ainonline.com

Die Problem-Triebwerke sind derzeit in Boeings 787-9-Dreamliner verbaut. Betreiber sind unter anderem Norwegian, British Airways, Thai Airways, ANA All Nippon Airways, Virgin, Air New Zealand.

Um mit dem teilweise erzwungenen Grounding von Flugzeugen umzugehen, haben die Airlines die verschiedensten Ansätze gewählt. ANA und British Airways planen beispielsweise enorme Flugstreichungen, Virgin half sich mit dem Leasing ehemaliger Airberlin A330 und Norwegian führt temporär Flüge mit geleasten Boeing 747 von Wamos Air durch. Es zeigt sich, dass hier seitens der betroffenen Airlines teilweise sehr interessante Herangehensweisen zur Problemlösung gewählt werden.

Auch die Chilenisch/Brasilianische Airline LATAM hat einen spannenden Ansatz gewählt, um massiven Flugausfällen entgegen zu wirken. LATAM´s Flotte umfasst 87 Großraumflugzeuge, wovon 24 Flugzeuge Boeing 787 sind. Glücklicherweise haben scheinbar aber nur ein paar der Flugzeuge die betroffenen Trent 1000 Triebwerke verbaut. Um dennoch nicht zu stark von den Triebwerksproblemen betroffen zu sein, hat die Airline zwei alte Boeing 777-200 von Singapore Airlines geleast, welche eigentlich seit 3 Jahren in der Wüste eingelagert waren. Die Flugzeuge tragen die Registrierung CC-BKA und CC-BKB.  Das erste der beiden Flugzeuge scheint vor kurzem in Santiago de Chile eingetroffen zu sein.

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Wie diese Bilder von Twitter zeigen, ist die mit 271 Sitzen ausgestattete Boeing 777 in einem wirklich abgenutzten Zustand und könnte mal dringend einen Cabin Refresh gebrauchen. Dies wird aber wohl vor dem Einsatz durch LATAM nicht mehr passieren, denn der erste Flug ist bereits für den 18. Juli zwischen Santiago de Chile (SCL) und dem Mataveri Int. Airport (IPC) auf der Osterinsel geplant. Ab diesem Zeitpunkt wird es wohl auch temporär nur noch eine wöchentliche Verbindung dorthin geben.

Ich selbst bin letztes Jahr auf die Osterinsel geflogen und muss sagen, dass der Einsatz dieser Flugzeuge eine wirkliche Verschlechterung des angebotenen Produktes, vor allem in der Business Class darstellt. Die eigentlich eingesetzten Dreamliner bieten den Passagieren einen Lie-Flat Sitz und ein ordentliches Entertainment System.

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LATAM Business Class Boeing 787-8
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LATAM Business Class Boeing 787-9

Noch „schlimmer“ wird das Ganze, sollten die Gerüchte stimmen und die Ersatz 777 auch auf den Strecken nach Auckland (Flugzeit 13 Stunden) zum Einsatz kommen. Dann kann man sich wirklich überlegen, ob die Tickets noch das Geld wert sind. Was jedoch nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist, dass hier der Sicherheitsaspekt eine große Rolle spielen könnte… Bei einem 13 Stunden Flug, der ausschließlich über Wasser führt, wünscht man sich lieber keine technischen Probleme oder gar Ausfälle des Trent 1000 Triebwerks.

Hier noch ein altes Video, mit dem Singapore Airlines damals das Kabinenprodukt beworben hat.

Wie lang sich die Problematik mit den Triebwerken noch hinziehen wird, ist derzeit unbekannt. Aktuell sind wohl vier der LATAM Dreamliner am Boden und warten auf die Triebwerksinspektion bzw. deren Austausch. Nach Angaben von Rolls-Royce plant man bis 2019 wieder alle Flugzeuge regulär in der Luft zu haben.

AVIATIONNOMAD FAZIT

So interessant ich die Herangehensweise von LATAM finde und es mich als AviationGeek natürlich reizt Kabinenprodukte zu sehen, die es eigentlich garnicht mehr operativ gibt, empfinde ich den Einsatz der Singapore Airlines 777 als einen merklichen Serviceverlust. Das Produkt, das hier angeboten wird, ist an sich nicht mehr wettbewerbsfähig oder zeitgemäß. Vielleicht ist sich LATAM dessen bewusst und setzt es daher auf den Inlandsflügen zur Osterinsel ein, wo Business Class Tickets an sich für einen knapp 5 Stunden Flug sehr preiswert sind. Sollte es sich doch Bewahrheiten, dass die Maschinen nach Auckland eingesetzt werden, ist das ein umso größerer Einschnitt in den Passagierkomfort. Sollte man auf einem der Flüge unterwegs sein, auf jeden Fall nicht das iPad mit Filmen und die externe PowerBank vergessen 😉

 

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