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FINNAIR BUSINESS CLASS A350 HELSINKI NACH TOKYO – REVIEW

Nach einem kurzen Besuch in der Business Lounge war es an der Zeit, sich auf den Weg zum Gate für den Weiterflug nach Tokyo zu machen.

FLUGDATEN

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BOARDING

Da sich der Flughafen in Helsinki derzeit in einer Ausbauphase befindet um dem wachsenden Passagieraufkommen in Richtung Asien gerecht zu werden, werden einige der Finnair Langstrecken mithilfe von Bussen geboardet. Heute hatten wir jedoch das Glück, dass unser A350 mit der Kennung OH-LWC an einer der wenigen Gatepositionen geparkt war.

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FINNAIR A350
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Abfluggate nach Tokyo

Das Boarding startete mit einer 10 minütigen Verspätung um 16:50 Uhr von Gate 34. Es stand nur eine Fluggastbrücke für Economy und Business Class Gäste zur Verfügung. Wir stiegen durch die zweite Tür auf der Backbordseite (L2) des A350 ein. Am Flugzeug angekommen wurde die Bordkarte kontrolliert und nach links in Richtung meines Platzes gedeutet. Das Kabinenpersonal schien etwas überrascht schon Passagiere zu sehen. Sie standen noch bei Getränken in der Galley und unterhielten sich.

KABINE / SITZ

Es gibt 32 Business Class Sitze, die sich über acht Reihen in einem 1-2-1 Layout erstrecken. Alle Sitze sind in einer reverse herringbone Konfiguration angeordnet – meiner Meinung nach die beste Art der Business Class Konfiguration. Dennoch unterscheiden sich die Sitze stark von anderen reverse herringbone Sitzen – hierzu aber später mehr.

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FINNAIR A350 – Kabine

Hinter der „großen“ Business Class Kabine befindet sich nochmal eine vierreihige Minikabine mit insgesamt 14 Sitzen. Eine der Reihen hat nur die 2 Sitze in der Kabinenmitte. Mein Sitz für den heutigen Flug war 4D, ein Platz auf der linken Seite in der Mitte der Kabine. Diese Sitze eignen sich besonders, wenn man zu zweit reist, da man sich hier mit ein wenig Vorbeugen mit dem Sitznachbarn unterhalten kann.

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FINNAIR A350 Business Class – Sitz 4D

Das Design der Kabine ist gradlinig und aufgeräumt. Es erinnert ein bisschen an IKEA, was absolut zu einer Fluggesellschaft aus dem Norden passt, wenn auch die Farben zwar modern, aber auch etwas trist wirken. Die Kabine wirkt daher meiner Meinung nach nicht so einladend wie beispielsweise bei Qatar. Aber sie gefiel mir dennoch recht gut. Farbklekse bieten vor allem das grüne Kissen und die Decke sowie die blauen Slipper und das Amenity Kit, welches von Marimekko designed wurde.

Der Sitz erinnert stark an die Sitze bei Cathay Pacific mit dem herausschwenkbaren Fernseher.

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FINNAIR A350 Business Class – Fernseher

Zur rechten meines Sitzes befanden sich die Fernsteuerung, die Einstellmöglichkeiten für den Sitz, sowie ein USB und der Strom Anschluss. Auch eine eigene Leselampe wurde dort integriert.

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FINNAIR A350 Business Class- Leselampe, Stromanschluss & Fernbedienung

Daneben befand sich wiederum ein Haken, um die Kopfhörer während des Fluges aufzuhängen. Dieser darf während Start und Landung jedoch nicht genutzt werden.

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Über der Zeitungsablage, die sich im rechten Bereich des Fußraums befand, wurde der Tisch herausgeklappt. Der Tisch war meines Erachtens nach etwas klein, vor allem wenn man daran mit dem Laptop o.ä. arbeiten möchte.

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FINNAIR A350 Business Class – Tisch

Links außen am Sitz befindet sich ein kleines Fach, in das man seine Sachen verstauen kann. Von der Größe passt jedoch weder ein großes iPad noch ein dickeres Buch hinein. Generell verfügte der Sitz neben der besagten Ablage über keinen weiteren Stauraum, was ich persönlich als etwas wenig empfand.

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FINNAIR A350 Business Class – Zeitungshalter
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FINNAIR A350 Business Class – Stauraum Sitzbereich

Im für meine Verhältnisse etwas klein geratenen Fußraum befand sich bei Boarding schon eine Decke, Slipper und das Amenity-Kit. Die bereitgestellten BOSE Kopfhörer befanden sich eingeschweißt hinter der Stauklappe im Sitzbereich.

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Das Amenity-Kit für den heutigen Flug beinhaltete eine Augenmaske, Oropax, eine Zahnbürste samt Colgate Zahnpasta und Feuchtigkeitscreme für die Augen und das Gesicht von einer Finnischen Marke. Es befand sich auch einer kleiner Notizzettel darin, der darauf hinwies, dass in den Waschräumen und auf Nachfrage weitere Artikel wie Rasierer, Mundspülung etc. bereitgehalten werden.

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FINNAIR Business Class – Amenity Kit

Noch vor dem Start besuchte ich schnell den Waschraum, um noch ein paar Fotos in sauberem Zustand machen zu können. Die Crew hielt die Toilette aber auch während des Fluges in einem annehmbaren Zustand.

SERVICE & FLUGVERLAUF

Der Service auf dem Flug begann nach dem Einnehmen meines Platzes mit einem Glas Champagner.

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Die Crew hatte während des Boardings sehr viel zu tun, da der Flug (nach einigen Upgrade Verkäufen am Gate) bis auf den letzen Platz ausgebucht war. Scheinbar gab es auch eine große Zahl an operational Business Class Upgrades, um der Überbuchung in der Economy Herr zu werden.

Die Türen des Flugzeuges wurden um 17:20 Uhr geschlossen. Kurz darauf meldete sich der Kapitän zu Wort und informierte uns über die geplante Flugzeit von 8 Stunden und 45 Minuten. Noch vor dem Start wurde ein heißes Handtuch mit angenehmem Geruch zur Erfrischung verteilt.

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FINNAIR A350 – Push Back

Um 17:25 Uhr erfolgte der Pushback. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Sicherheitsvideo abgespielt. Wie üblich (wenn möglich) verfolgte ich den Start über die Heck Kamera des Flugzeuges. Wie ich finde, noch schöner als aus einem Fenster selbst zu schauen. Wir starteten auf der Startbahn 22R aus Helsinki. Der A350 ist ein so extrem ruhiges Flugzeug, dass es nichteinmal beim Start so wirklich laut wird. Ich persönlich bin ein sehr großer Fan des A350.

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Etwa eine Stunde nach dem Start begann der erste Essens Service. Generell lässt sich jetzt schon sagen das der Service sehr langsam war, vor allem vor dem Hintergrund das wohl die meisten Passagiere den kurzen 8,5 Stunden noch zum schlafen nutzen wollten. Die Menüs befanden sich bereits beim einsteigen am Platz und sahen wie folgt aus:

Speisekarte

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Getränkekarte

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Mit dem ersten Getränk wurde auch der „Gruß aus der Galley“ wie ich ihn gerne nenne serviert. Dieser bestend aus einer Rosmarin Creme Fraiche mit einem Cracker und Fischroggen.

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FINNAIR Business Class – Amouse Bouche

Zur Vorspeise gab es Lachs Sashimi mir Meerettich und körnigem Senf. Eine wirklich geschmacklich sehr gelungene Vorspeise.

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FINNAIR Business Class – Vorspeise

Vom Hauptgang war ich wirklich überwältigt. Ich hatte mich für den Kabeljau entschieden. Das war wirklich mit Abstand der beste Fisch den ich bisher an Bord eines Flugzeuges gegessen habe.

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FINNAIR Business Class – Hauptgang

Zum Nachtisch gab es dann noch Eis und Maccrons die das Menü gut abrundeten.

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FINNAIR Business Class – Dessert

Ich muss sagen das Essen auf diesem Flug hat mich wirklich sehr überzeugt. Von der Präsentation bis hin zum Geschmack hat Finnair hier wirklich einen guten Job gemacht.

Nach dem Essen entscheid ich mich das Entertainment System etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Schon bei der ersten Benutzung merkte ich wie schnell das gesamte System reagiert. Es ist sehr gradlinig aufgebaut und intuitiv in der Bedienung.

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FINNAIR Entertainment System

Das System bot wie gewohnt Filme, Fernsehserien und Musik. Besonders gut hat mir die angezeigte Flug Timeline gefallen, hier kann man einfach ablesen zur welchem Zeitpunkt des Fluges was passiert.

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FINNAIR Entertainment System – Home Screen

Auch die AirShow für den Flug sah sehr ansprechen aus und lies den Flugfortschritt gut verfolgen.

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FINNAIR Entertainment System – Air Show

Die A350 von Finnair bieten den Passagieren auf den Flügen auch einen kabellosen Internetzugang. Für Business Class Passagiere ist sogar die erste Stunde kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt nach der Verbindung mit dem W-LAN einfach über den Scan eines am Display dargestellten QR-Codes.

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FINNAIR Entertainment System – Internet QR-Code

Leider konnte mein Handy trotz langem versuchen keine stabile Verbindung aufbauen. Ich war also nicht in der Lage die Geschwindigkeit zu testen. Cool dabei war dennoch das während dem Verbindungsversuch verschiedene Fakten über die Geschichte von Finnair angezeigt wurde.

Nun war es Zeit ein wenig zu schlafen. Ich schlief für knapp 3 Stunden, wenn auch der Sitz in der Liegepostion etwas unbequem war. Auch die Bewegungsfreiheit um auf der Seite zu liegen war sehr eingeschränkt. Die Kabine wurde während der Nacht sehr warm gehalten. Ich mag es normalerweise lieber wenn es kühler ist. Was jedoch positiv auffällt ist, dass die A350 Kabine durch den bessere Druck in Summe angenehmer zum schlafen ist. Durch den niedrigeren Geräuschpegel hört man jedoch vermehrt die Geräusche die die anderen Passagiere machen. Ich wachte anderthalb Stunden vor der Landung auf, genau richtig zum Frühstück.

Das Frühstück wurde zusammen auf einem Tablett serviert und war sehr lecker. Für mich eines der besten Frühstücke die ich bisher in Flugzeugen hatte, wenn auch ich eigentlich generell kein Fan von Frühstück in Flugzeugen bin.

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FINNAIR Business Class – Frühstück

Etwa 45 Minuten vor der Landung meldete sich der Kapitän erneut zu Wort und informierte über das aktuelle gute Wetter in Tokio. Danach begannen wir mit dem Landeanflug. Diese verfolgte ich natürlich erneut über die Heck Kamera.

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FINNAIR A350 – Anflug Tokyo Narita

Nach einem schönen Anflug über Japan landeten wir pünktlich um 8 Uhr Ortszeit auf der Landebahn 34R des Narita Airport. Nach etwa 5 Minuten Rollweg am Boden kamen wir am Gate neben einem weiteren Finnair A350 zum stehen und stiegen aus.

FINNAIR A350 BUSINESS CLASS – FAZIT

Es war mein erster Flug mit Finnair in deren Langstrecken Business Class und in Summe muss ich sagen hat es mir gut gefallen. Der Sitz an sich ins bequem, wenn er auch ein wenig mehr Stauraum vertragen könnte. Er ist auch enger als die Konkurrenzprodukte von beispielsweise Qatar Airways. Der Service war gut, obwohl die Crew ein bisschen langsam war. Das Essen war der größte Pluspunkt des Produkts, hier leistet Finnair wirklich ganze Arbeit und mein Fisch war der bisher beste überhaupt an Bord eines Flugzeuges. Alles in allem eine runde Sache und vor allem in Anbetracht des um einiges geringeren Preises im Vergleich zu andere Airlines in der Business Class sehe ich Finnair hier als lohnenden Alternative auf dem Weg nach Asien.

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WEITERE BEITRÄGE DIESES TRIPREPORTS:

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